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Letztes Update 07.12.2011

Home persische Hochflieger

 

Im Iran gibt es viele verschiedene Hochflugtauben. Ich bevorzuge die Haltung von Hochfliegern aus Tehran und Kaschan,

welche die ausdauernsten Hochflieger im Iran sind.

Bei deren Zucht wird besonders auf eine lange Flugzeit und einer hohen Flughöhe von Flimmerhöhe (khal) bis außer Sicht (mayeh) wert gelegt.

Die Farbgebung ist bei diesen Leistungsfliegern zweitrangig. Im Iran werden mit diesen Tauben Flugwettbewerbe (gerobandi) 

mit oftmals sehr hohen Wetteinsätzen abgehalten.

Diese Wettkämpfe stellen mitunter prestigeartige Veranstaltungen dar, wo für das leibliche Wohlbefinden der oftmals zahlreichen Gäste sehr großzügig gesorgt wird.

Die Haltung und Zucht von Tauben im Iran ist sehr beliebt. Im Volksmund sagt man, daß es Glück bringt Tauben zu halten.

Selbst an den religiösen Wahlfahtsorten wird für die freilebenden Tauben ausreichend gesorgt. 

In anderen Orten des Iran wird überweigend hinsichtlich der Farbgebung gezüchtet,

dennoch verfügen auch diese Tauben über gute Flugleistungen, welche jedoch nicht zu vergleichen ist mit den Leistungsfliegern aus Tehran und Kaschan.

Man unterscheidet im Iran grob zwischen Leistungszüchtern und Farbzüchtern (nagshbazan).

 

 

   

 

 

 

   

 

 

Die Leistungsflieger sind mittelgroße Tauben mit langen Federn, mittelgroßem Gesicht und einem wunderschönen rundem großem Kopf.

Die besten der Zucht sind Soloflieger und setzen sich kurz nach dem Abflug von den anderen ab.

Einsam in den Wolken außer Sichtweite zeigen sie sich gelegentlich in Flimmerhöhe um wieder höher zu steigen um außer Sicht zu gelangen.

Sie kreisen immer im Umfeld ihres Flugstalls (boom).

Bei guter Verfassung und Vorbereitung können sie Flugleistungen über 12 Stunden mit Leichtigkeit erreichen.

Den Abflug setzt man zwischen 4:30 und 5:00 Morgens an. Oftmals kommt es vor, daß die Vögel auch in der Dämmerung

nicht zum Landeflug ansetzen, obwohl man sie kurz vorher noch gesichtet hat. 

Somit kommt es auch öfters vor, daß Flugleistungen bis zu 18 Stunden zustande kommen, wenn man vorraus setzt, daß die Vögel die Nacht über nicht durchfliegen,

ansonsten müßte man diese Flugzeiten noch höher ansetzen. Am nächsten Morgen setzen sie erschöpft zum Landeflug an. 

 

 

 
  

 

Im Iran läßt man die bewährten Wettbewerbstauben das ganze Jahr ruhen und fliegt sie nur 1 Monat im Jahr vorwiegend zwischen dem 21.Juni und 21.July (teermah),

den ersten Monat des Sommers, wenn die Tage am längstem sind bei durchschnittlich sehr trockenen 33° C.

Die Wettbewerbe finden vorwiegen in dieser Zeit statt, vereinzelt aus Termingründen im darauf folgenden Monat wegen des großen Aufwands der jeweiligen Vorbereitungen.

 

  

 

 

Das Fliegenlassen von Tümmlern ist im altem Persien bereits seit Jahrtausenden sehr beliebt und verbreitet. Es stellte selbst für die Könige Hobby und Zeitvertreib dar.

In vorislamischer Zeit wurden bereits erste Hochflugwettbewerbe in der Stadt Kaschan (Zenraliran) abgehalten. 

 

Die Vorbereitungen für den traditionellen Hochflugwettbewerb zwischen zwei Züchtern im Iran beginnen mit der Auswahl der Richter und den spezifischen Wettbewerbsregeln,

wie z.B. 

  • die Anzahl (mindestens 101 Stück) der am Wettflug teilzunehmenden Tauben
  • die zugesicherte Zeit für den Abflug der Tauben (gewöhnlich 15 Minuten), innerhalb derer alle sich in der Luft befinden müssen.
  • die Anzahl der nicht fliegenden Tauben (entweder mit gezogenen oder gebundenen Federn), welche nach dem Abflug der am Wettflug teilnehmenden Tauben
    sichtbar aus dem Taubenstall gelassen werden (zeer paie), damit die fliegenden Tauben wann immer sie wollen, furchtlos und sicher zum Landeflug ansetzen können.
  • Die Wettbewerbstage werden in voraus festgesetzt.
  • Jeder Züchter ernennt jeweils einen Richter seiner Wahl und zusammen bestimmen beide im einvernehmen einen Mittelmann als dritten Richter (davare vasat).
  • Ein paar Tage vor dem Wettbewerb werden alle Tauben zur Identifikation mit einem Stempel durch die Richter gekennzeichnet.
  • Jede Taube, welche nicht direkt auf Ihre heimische Fluganlage landet wird disqualifiziert und ihre Zeit wird nicht angerechnet.

Nachdem die letzte Taube gelandet ist, wird die qualifizierte Gesamtflugzeit durch die Anzahl der am Wettflug teilgenommenen Tauben eines Züchters geteilt

und der Züchter mit der längeren Zeit gewinnt.

Die Großmeister unter den Züchter fliegen im Wettbewerb mehrere hundert Tauben.  Bei solch einem Megawettbewerb verweilen Hunderte Zuschauer in den Straßen,

wobei mehrere tausend Euro als Wetteinsatz den Besitzer Wechseln.

 

 

 

 
 

 

 

 
 

 

   

Bei der Zuchtauslese von persischen Hochfliegern sollte besonders auf

 

  • die Flugleistung,
  • den Heiminstinkt (Khosh Sou),
  • dem sicherem Landeverhalten (hars nashine),
  • die Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten (Khosh Bonieh),
  • einer guten Knochen- und Muskelstruktur als Basis für das trainieren der Leistungsfähigkeit und
  • die Intelligenz, damit sie nicht zur einfachen Beute von Greifvögeln werden

 

wertgelegt werden.

 

Bei der Flugleistung ist nicht nur die Ausdauer wichtig, sondern auch die Fähigkeit überwiegend in Flimmerhöhe (khal) und außer Sichtweite (mayeh) zu fliegen.

Der Heiminstinkt und das sichere Landeverhalten sind für den Einsatz im Freiflug unabdingbar.

Insbesondere im Wettbewerb müssen die Tiere immer auf ihrem Landeplatz ansetzen, egal wie Lange und Gefährlich ihr Flug gewesen ist.

Die erfolgreiche Zuchtauslese kann man nur erreichen, wenn man nur mit flugerprobten Elterntieren züchten,

welche sich auch bei ungünstigen Wetterbedingungen und Greifvogelattacken mit ihrer Flugleistung und ihrem Flugverhalten bewährt haben.

Bewährte Tiere haben während ihres Flugtrainings somit auch einer bedingten natürlichen Selektion standgehalten.

 

 

 

 

 

 

linie sourur + saag sabz

 

 

 

  

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 

linie sefid abri

 

 

 

   

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
  

 

 

 

   

 

 

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

linie chelcheli + suski

 

 

   

 

 

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

linie kalledomsabz kakoli

 

 

 

 

 
 

  

 

 

 

 

  

 

                                                            

 

 

    

 

 

 

   

 

 

 

 

 

  

 

linie chelcheli + ghareh kakoli

 

 

  

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

   

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

                                                                                                                                                                                                                                                                               

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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